Edwin Jeans

Wenn man sagt, dass die USA die Eltern der Denim sind, dann kann man sagen, dass Japan die Stiefeltern verkörpern. Denn in Japan wurde die Denim völlig neu interpretiert. Und das von niemand geringerem als Edwin. Dem Denim-Label aus Tokio.
Als Tsunemi Yonehachi Shoten 1947 ein US-Militärbekleidungsgeschäft eröffnet, bietet er den Japanern etwas – zu diesem Zeitpunkt – völlig Neues an: die Denim. Die Zeit, die er während seines Studiums in Kalifornien verbrachte und der Jeans- Kult der Nachkriegszeit, beeinflussen ihn secondhand Five-Pocket-Denims aus den USA zu importieren. Bevor er sie verkauft, wäscht er sie und bessert sie von Hand aus. Die Nachfrage ist gigantisch. Als sein Sohn, Shuji Tsunemi 1961 das Familiengeschäft übernimmt, stellt dieser die ersten eigenen Denims her.
In dieser Zeit wird auch der Name zu EDWIN – dem Anagramm zu D-E-N-I-M – geändert. Die schwerste Ringgarn-Denim, eine 16oz, die Edwin bis 1963 produzierte zeichnete sich durch ein Element aus, das noch heute Verwendung findet: der Rainbowselvedge. In den 70er Jahren sollte Edwin die Denim-Welt revolutionieren: mit dem ‚Old-Washed‘-Prozess entstand eine völlig neue Erscheinung, ein anderes Tragegefühl, kurzum: eine neue Art von Denim.
Als Edwin in den 1980er Jahren den ‚Stone-Wash‘-Prozess erfindet, wird die gesamte Denim-Industrie umgekrempelt: es gibt keinen Hersteller, der diesen Prozess nicht anwendet. Ein Meilenstein in der Geschichte der Denim. In den 90er Jahren kehrt Edwin zu seinen Ursprüngen zurück: das ‚New-Vintage‘-Kon- zept erinnert an die Handarbeit von 1947. In aufwendigem Handwerk werden die Denims nun so behandelt, dass sie im modernen Vintage-Look erscheinen. Ein vermeintlicher Gegensatz, der für Edwin selbst steht.
Edwin setzt auf kontinuierlichen Fortschritt und Innovation, um stets Design und Sitz zu verbessern, genauso wie auf traditionelle Arbeitstechniken. Auf alten Webrahmen und Nähmaschinen, wird mit größter Sorgfalt von Hand gearbeitet. Jede Denim wird handgewaschen und mit einer Lot-Nummer versehen, sodass ganz genau nachvollzogen werden kann, wer, wann, wo und wie diese Denim produziert hat.
„To create dreams, movements and culture“ – Edwin ist mehr als nur eine Jeans: ein Gefühl, das jeder kennt, der schon einmal eine Denim von Edwin getragen hat.

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